Geboren bin ich in Israel – in dem Wüstenstädtchen Eilat am Roten Meer – und bin dort, in Ostafrika und in Deutschland aufgewachsen. Meine Eltern waren Hoteliers; von ihnen habe ich meine Leidenschaft fürs Reisen, Kochen und fürs Gastgeber-Sein geerbt.
Nach meiner Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg habe ich als Schauspielerin am Stadttheater Krefeld/Mönchengladbach gearbeitet und habe Haupt- und Nebenrollen in Film und Fernsehen übernommen.

Doch war mein Leben auch von vielen anderen Berufen geprägt. Als Autorin habe ich Drehbücher, Artikel und Reportagen geschrieben, außerdem seit vielen Jahren meinen Blog und zuletzt den Roman Beduinenmilch, der 2025 bei ars vivendi erschienen ist und jetzt bereits in 3. Auflage erscheint.
Außerdem bin ich Gründerin, Sängerin und Programmschreiberin meiner Band ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH (früher KLEZMORIM); einige Jahre lang habe ich meine eigene Künstleragentur gemanagt, war Intendantin eines kleinen Theaters, habe Menschen gecoacht, Kulturprojekte entwickelt, Reisen nach Israel und Palästina organisiert und geleitet. Und weil ich für mein Leben gerne für viele Menschen koche, bin ich 2024 Gastronomin geworden — mehr dazu weiter unten.
Vor allem habe ich zwei wundervolle Töchter großgezogen.
Von 2007-09 habe ich mit meiner Familie in Tel Aviv gelebt. Diese Zeit — der Innenblick in die israelische und auch die palästinensische Gesellschaft — hat mein Leben von Grund auf verändert. Seither setze ich mich künstlerisch, publizistisch und durch zahlreiche andere Aktivitäten für Gerechtigkeit für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. In Deutschland arbeite ich vor allem daran, den Unterschied zwischen Fakten und Mythen im sogenannten ‚Nahostkonflikt‘ aufzuzeigen. Ich konzipiere und begleite politische Reisen nach Israel und Palästina, um Meinungsbildnern einen differenzierten Blick auf die aktuelle Situation in der Region zu ermöglichen. 2015 habe ich auf Initiative von Prof. Daniel Bar-Tal an der Gründung von SISO (Save Israel, Stop the Occupation) mitgearbeitet; 2016 habe ich mit Rupert Neudeck, Rolf Verleger und anderen das Bündnis BIB e.V. für die Beendigung der israelischen Besatzung gegründet, dessen Geschäftsführerin ich bis zum Sommer 2018 war und das jetzt BIP heißt: Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern. Von 2019 – 2025 war ich Mitglied bei Jüdische Stimme für Frieden und Gerechtigkeit in Nahost e.V..
Nach mehreren Stationen in Bayern, Berlin, Rom, Tel Aviv und Wien lebe ich nun ich Chemnitz, der Stadt, aus der mein Vater stammt und in die ich 2024 im Zuge der Europäischen Kulturhauptstadt gezogen bin, um aus einem kleinen, verwahrlosten Grundstück — dort stand einst das Haus meines Großvaters Julius — einen Ort des Erinnerns, des Lernens und der Hoffnung zu machen. Mehr dazu findet sich auf der Website www.antonplatz15.de, die noch im Aufbau ist.

Bis zum Sommer 2026 betrieb ich das Café Julius im SCHOCKEN — benannt nach meinem im KZ ermordeten Großvater Julius im ehemaligen Kaufhaus Schocken. Es war das Kultur- und Museumscafé des Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz, kurz smac. Leider wollte die Stadt Chemnitz mir plötzlich politische Veranstaltungen untersagen; daher betreibe ich jetzt an anderen Orten das JULIUS in Chemnitz.