JIDDISCHE WEIHNACHT

Die Erinnerungen des Julius Sommerfeld, die seine Enkelin Nirit für ihn erdacht hat, bilden den Auftakt zu einer musikalisch-literarischen Reise, die in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg beginnt und bis ins heutige Israel führt, und in der sich alles um die Verflechtung des jüdischen Chanukka-Festes mit Weihnachten dreht.

Im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts war es für Juden selbstverständlich, das deutsche `Volksfest‘ Weihnachten neben dem jüdischen Chanukka-Fest als Weihnukka mitzufeiern. Auch in Amerika wurden in jüdischen Häusern Weihnachtsbäume aufgestellt und mit Davidsternen dekoriert, es wurde von Christmukka gesprochen. Die ausgewählten Geschichten in der ‚Jiddischen Weihnacht‘, von Martin Umbach (oder Helmut Becker) einfühlsam und intensiv gelesen, belegen dies eindrucksvoll. Sie erzählen von der unvermeidlichen, weil menschlichen Vereinigung scheinbarer Widersprüche, von der Vermischung von Kulturen und Bräuchen, die je nach Zeitgeschehen bereichernd oder tödlich sein konnten. Sie alle sind autobiografisch – und wo sie nicht ganz wahr sind, sind sie phantasievoll ausgemalt.

Mit dem Programm ‚Jiddische Weihnacht‘ tourt NIRIT und ihr ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH (zuvor KLEZMORIM) seit 2009 in der Adventszeit durch den deutschsprachigen Raum. Sie schlägt damit Brücken zwischen dem jüdischen Fest Chanukka und dem christlichen Weihnachtsfest, zwischen Religionen und Kulturen, Vergangenheit und Gegenwart, zwischen tiefster historischer Finsternis und hoffnungsvoller, leuchtender Zukunft.  

Julius Sommerfeld wird am Ende des Abends sagen:
„Die Farbe des Herzens ist rot, ganz gleich, in welcher Brust es schlägt… Das Licht ist es, das uns erhellen kann. Die Finsternis zu vertreiben aus den Häusern und den Herzen – das ist höchste Menschenpflicht.”.

Musikalisch bewegt sich das ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH zwischen modernen israelischen Chanukka- und traditionellen deutschen Weihnachtsliedern, zwischen bewegenden Balladen und mitreißenden, energiegeladenen Songs, die noch keinen Zuschauer unberührt hinterlassen haben.

Zusammen mit ihrem ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH baut Nirit musikalisch-literarische Brücken zwischen Chanukka- und Weihnachtsfest, zwischen Christentum und Judentum, vom Ersten Weltkrieg bis ins heutige Israel — ausdrucksstark, versöhnlich und emotional. Berührende Texte und mitreißende Musik versprechen ein außergewöhnliches Vorweihnachtsereignis.


Termine für die JIDDISCHE WEIHNACHT 2026
… werden noch bekanntgegeben.


Helmut & Nirit Plakatcollage (druckfähig)

Helmut & Nirit Plakatcollage (web)

Veranstalterinfo (kleine Besetzung)

Veranstalterinfo (große Besetzung)

Tech. Rider (kleine Besetzung)

Tech. Rider (große Besetzung)

Postkarte (Beispiel)

Plakat (Beispiel)


Zu Julius Sommerfeld und dem Antonplatz in Chemnitz

Am Antonplatz 15 im Zentrum von Chemnitz stand einst das Wohn- und Geschäftshaus des jüdischen Tuchhändlers Julius Sommerfeld. Er war der Großvater von Nirit, die ihm mit ihrem vorweihnachtlichen Programm JIDDISCHEN WEIHNACHT ein Denkmal gesetzt hat. Hier findest Du die Geschichte, die der Antonplatz heute schreibt.


Beitrag in der BR-Sendung puzzle von 2010

Kultur, Politik und gutes Leben