Am Ostersonntag ist unsere Crowdfunding-Kampagne gestartet. Einen Tag später hatten die ersten 18 Personen schon insgesamt 1.188€ gespendet. Als abergläubischer Mensch werte ich das als äußerst positives Zeichen. In der jüdisch-kabbalistischen Zahlenmystik, der Gematria, in der jeder Buchstabe zugleich Schriftzeichen, Bild und Zahl ist, bedeutet nämlich die Zahl 18 das hebräische Wort „Chai“: Leben. Die Zahl 18 gilt als Glückszahl und wird häufig und in allen möglichen Kontexten verwendet. Praktischerweise interpretieren wir auch das Vielfache von 18 gerne als mehrfaches Glücksversprechen. Ein Brautkleid mit 18 Knöpfen zum Beispiel verheißt eine glückliche Zukunft mit dem Zukünftigen; wenn das Design es aber hergibt, so sind 36 Knöpfe natürlich doppelt gut: Einer glücklichen, langlebigen Ehe kann nach Adam Riese damit gar nichts mehr im Wege stehen.
Daher freue ich mich sehr über dieses gute 18er Omen und will Dich ermutigen, gleich einzusteigen ins Crowdfunding — sei es mit 18, 180 oder auch nur 1,80 Euro (Spass… wir brauchen faktisch rund 18.000 €). Alles, was Du dazu wissen musst, steht auf der Crowdfunding-Website von Startnext. Die sieht so aus, und mit einem Klick aufs Bild bist Du schon mittendrin:
Während ich das schreibe, ist mir gar nicht so zum Lachen zumute. Der gemeingefährliche Schwachkopf aus Washington hat Richtung Teheran verkündet, heute Nacht werde eine ganze Zivilisation untergehen, um nie wieder zurückzukehren. Heute Morgen schon hat Israel die Iraner davor gewarnt, sich in Zügen oder in der Nähe von Gleisen aufzuhalten. Israels Warnungen sollte man ernst nehmen; sie sind zu allem in der Lage, allein weil sie es können — siehe explodierende Pager im Libanon im September 2024 mit 37 Toten und 3.000 Verletzten, viele davon Kinder und Unschuldige.
Und während all dieser Wahnsin geschieht, erzittern sie hierzulande, wenn man gefährliche Triggerworte wie Apartheid oder Völkermord verwendet. Da werden dann schnell Ausladungen ausgesprochen, Räume verweigert oder Fördergelder zurückgezogen. Darum ist es wichtig, dass wir Tacheles reden.
Warum es überhaupt dazu gekommen ist, dass wir jetzt Geld sammeln müssen, um unsere Gesprächsreihe ins Leben bringen zu können, erfährst Du in diesem Artikel der Freien Presse, der völlig zurecht fragt: Wieviel Tacheles ist erlaubt?
Danke für Deine Unterstützung! Bitte teile den Aufruf weitläufig:
Es ist vollbracht: Die Reihe Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa im Café Julius in Chemnitz ist am Donnerstag, den 26. März 26 gestartet. Das Video vom ganzen Gespräch wird demnächst veröffentlicht, ebenso wie unsere Crowdfunding Kampagne bei STARTNEXT. Denn wie Du weißt, ist uns das bereits zugesagte Fördergeld in Höhe von fast 14.500 € wieder entzogen worden. In der Begründung: Kein Wort von wochenlangen Kämpfen wegen ein paar Wichtigtuern, die mich und meine Gäste verleumdet und Unterschriften „gegen Antisemitismus“ gesammelt haben. Stattdessen: Verfahrensfehler. In diesem kurzen Ausschnitt oben aus unserem Gespräch bringt Eva Menasse es auf den Punkt. Es darf gelacht werden.
Hier noch zwei Presseartikel dazu, mehr wird kommen.
… und dieser Artikel (Klick auf Bild) nach unserem Gespräch am 27.3.26:
Und nun mache Dich bitte bereit für unsere Crowdfunding-Kampagne. Wir haben immer noch acht Tacheles-Gespräche vor uns und ein Loch von knapp 15.000 € in unserer Kasse. Anreisen, Übernachtungen, Honorare, Videoaufzeichnung und Schnitt, Technik, Flyer, Werbung, Druckkosten etc. müssen neben den vielen, vielen, sogar sehr vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit bezahlt werden.
Und ja, es sollte selbstverständlich sein, dass so ein Kulturprojekt gefördert wird! Zumal es sich um Tacheles-Gespräche im „Tacheles-Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ handelt!!!
Aber wieder einmal hat eine deutsche Behörde dem Druck einiger besorgter Bürger nachgegeben — unter ihnen rechtskonservative Juden, deren AfD-nahe Freunde, Christengemeinden, Evangelikale — und ganz am Ende (dem Himmel sei’s gedankt!) einen Verfahrensfehler gefunden. Hallelujah!
Ich halte Dich auf dem Laufenden, versprochen. Und werde über die Plattform STARTNEXT einen Spendenaufruf für den Veranstalter der Tacheles-Gespräche, den ANTONPLATZ e.V. generieren. Das dauert noch ein paar Tage, aber dann kommt der Link. Und dazu noch Infos.
Jetzt aber muss ich los und mich um mein schönes Café Julius kümmern. Da ist sonntags immer viel los und jede helfende Hand wird gebraucht.
Wer morgen, Montag, den 30. März in der Nähe von Frankfurt/Main ist: Da lese ich um 19.30 Uhr in der BÜCHERSTUBE Gundi Gaab in Bad Soden am Taunus aus BEDUINENMILCH und freue mich über Brieffreundinnen und -Freunde im Publikum!
Herzlichst,
Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Gespräch:
Dr. Sabine Wolfram eröffnet als Hausherrin des smac die GesprächsreiheEva Menasse ist unser erster Tacheles-Gast auf dem Goldenen SofaModeration: Nirit SommerfeldVolles Haus im Café Julius im SchockenFotos: Johannes Richter
Nicht nur „Tacheles“, also „Klartext reden'“ ist ein Begriff aus dem Jiddischen, sondern auch „Daffke“. Ursprünglich dem Hebräischen Wort „davka“ entlehnt — etwa mit „dem entgegen“ oder „trotzdem“ oder „jetzt erst recht“ zu übersetzen — ist es aus dem Jiddischen in den deutschen Sprachgebrauch hinübergeschwappt, wie so Vieles vor allem im Berlin der 1920 Jahre.
Wir werden also jetzt erst recht — aber nicht nur aus Daffke, sondern weil es wichtig ist — unsere Reihe „Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa“ durchführen, auch wenn uns auf einmal gut 14.000 € Fördergelder in unserer Kalkulation fehlen. Darum werden wir demnächst eine Crowdfunding Kampagne starten. Dazu mehr im nächsten Brief. Das erste Tacheles-Gespräch findet am kommenden Donnerstag, 26. März, 19 Uhr im Café Julius in Chemnitz statt. Es gibt noch wenige Karten; hier kannst Du reservieren.
EVA MENASSE Foto: Wolf-Dirk Skiba
Ja, Berlin! Da bin ich heute und freue mich wahnsinnig, als Conférencière in der Markthalle Neun durch einen ganzen Tag voller Vorträge, Workshops, Panels, Filme, Performance und nicht zuletzt guten und wertvollen Speisen und Getränken zu führen. Basierend auf einer Initiative von Conflictfood und organisiert vom Berlin Gastro Solidarity Network, wollen wir auf die Situation im Sudan und in Palästina aufmerksam machen und konkret für drei Organisationen Spenden sammeln. Mit dabei sind u.a. Emilia Roig, Hanno Hauenstein, Deborah Feldman, Julia Bar-Tal und viele andere. Das gesamte Programm des heutigen Tages findest Du HIER:
nein, es wird keinen dritten Weltkrieg geben. Nein, nein nein neeeiiin NEEEEIIIIIIN!!!!!
Wir werden Wege finden, den Krieg, den Israel und die USA vor einer Woche gegen den Iran ausgelöst haben, als den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu benennen und anzuerkennen, der er ist. So wie wir alle anderen Wahnsinns-Taten der mächtigsten Männer der Welt benennen und anklagen werden, seien es die Taten des russischen Despoten oder des gefährlichen gelbhaarigen US-amerikanischen Horror-Clowns und seiner Epstein-Buddys oder anderer Kriegstreiber (fast immer Männer, manche bekommen Friedensnobelpreise; ganz selten sind auch Frauen dabei). Wir werden die Untaten des israelischen rechtsradikalen Oberbefehlshabers, mit denen er nicht nur Palästinenser in Massen ermorden lässt und sie mit dem existentiellen Aus bedroht, sondern sein eigenes israelisches Volk und das Judentum weltweit wissentlich und absichtlich beschädigt und in Gefahr und Verruf bringt, anklagen, anzeigen und Gerechtigkeit fordern. Und irgendwann, ja irgendwann einmal werden all jene abgestraft werden, die zahlenmäßig total unterlegen sind, aber alles Geld und alle Macht kulminieren; die mit Druck und Angstmache und vielen Waffen drohen, den atomaren, den geächteten und den geistigen. Und all jene, die an ihrem Tropf zu hängen glauben und die Angst bekommen und die bedroht sind von Hunger und Krieg und dem Verlust ihrer liebgewonnen Position werden sich erheben und schreien: Nicht mit uns! Und sie werden zu den Waffen greifen, die gegen sie gerichtet sind, aber sie werden die Waffen zerbrechen lassen unter der Last ihrer Menschenliebe und ihrer Solidarität, sie werden Blumen aus ihnen sprießen lassen und Gedichte singen und sie werden Mutter Erde zeigen, wie dankbar sie sind und selbst Untertanen der Gerechtigkeit werden und dem Guten und Schönen dienen.
Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Und Kunst und Kultur dafür bemühen. Jetzt umso mehr, da nun auch in meiner neuen Wahl-Stadt Chemnitz die Rufmordkampagne gegen mich derart Fahrt aufgenommen hat, dass sich die Balken biegen. Anlass diesmal: meine Reihe „Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa“ mit Eva Menasse, Prof. em. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Deborah Feldman, Prof. Dr. Susan Neiman, Dr. Shir Hever, Emily Dische-Becker, Yona-Dvir Shalem, Dr. Herbert Lappe. Neun jüdische Menschen mit mir im Gespräch auf einem Sofa in meinem Café, das den Namen meines von Nazis ermordeten Großvaters trägt. Ja.
Konkretes dazu in meinem nächsten Brief. Hier erst einmal ein paar Termine:
Freitag, 13. März 26, 15.00 und 16.00 Uhr Sommerfeld. Litten. X. Ein Hör.- und Escape.Spiel für alle Menschen ab 13 Das Spiel begleitet Dich im Museum für Archäologie smac in Chemnitz in mehreren Stationen durch die Geschichten von Julius Sommerfeld und Heinz Litten in Chemnitz von den 1930er Jahren bis heute. Finde heraus, wie und wo es endet! Eintritt frei — komm einfach vorbei!
Und wenn Du Lust hast, das Spiel zu betreuen, dann komm am Donnerstag, den 19. März um 17 Uhr is Julius. Mehr Infos HIER.
Samstag, 14. März 26, 19.30 Uhr Beduinenmilch Am Samstagabend bin ich eingeladen, aus meinem Roman BEDUINENMILCH zu lesen. Anschließend Gespräch.
Pfadfinderhaus Höfgen (weil uns die Kirche daneben kurzfristig ausgeladen hat) Dorfstraße 11 04668 Grimma / OT Höfgen Eintritt frei(willig)
Sonntag, 15. März 26, 11 Uhr Shrine of Hope — Finissage Anlässlich des 86. Todestages meines Großvaters Julius Sommerfeld veranstalten wir eine Matinee mit Musik und Lesung der Texte zum Thema ‚Würde‘, die in der Installation ‚Shrine of Hope‘ von Katharina Gun Oehlert eine große Rolle spielen. Die Künstlerin ist anwesend. Musik: Knut Wolf (Gitarre) und Oliver Clauß (Querflöte) Eintritt frei — Anmeldung erbeten
Donnerstag, 26. März 26 19 Uhr Auftakt der Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa Eva Menasse spricht Tacheles über die Instrumentalisierung der Vergangenheit, die Aberkennung jüdischer Diversität in Deutschland und über das Desinteresse an den wirklichen Befindlichkeiten von Juden und Israelis
Café Julius im Schocken Eintritt: 10 € — nur mit Anmeldung Foto: Wolf-Dirk Skiba
Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen, Kommentare und unser Wiedersehen. Herzlichst,
Links zur aktuellen Situation:
Die größte israelische Menschenrechtsorganisation B’tselem über Frauen in Gaza, über israelische Gefängnisse (Achtung: grausam!), und ganz besonders empfehle ich das Video „Our Genocide“. Wer verstehen will, was vor Ort von Israelis und Palästinensern gedacht wird und warum wir uns auch in Deutschland so sehr für diese Sache einsetzen, schaue sich die 7 Minuten ganz an.
Bitte folge mir auf Instagram! Dort poste ich täglich „Stories“, also Beiträge anderer Journalisten oder Personen, die direkt aus Israel, Gaza, der Westbank, aus ihren Studios und Häusern, von Veranstaltungen oder den Straßen berichten. Wie etwa diese „Story“, ein Video vom The Guardian, in dem die Autorin Mariam Barghouti in Ramallah über die Palästinensische Autonomiebehörde spricht.
was soll ich sagen — das Leben ist schön. Für manche von uns jedenfalls. Die Welt dreht sich weiter, ganz gleich, wieviel Pflanzenvernichtungsmittel israelische Flugzeuge über Gaza und dem Libanon versprühen, ob die Bombardements in Gaza und die Vertreibungen in der Westbank weitergehen und ob Deutschland sich mit Geld und Waffen an alledem beteiligt. Hier auf einer einsamen thailändischen Insel ist es paradiesisch, das teile ich gerne mit Dir:
Aber man nimmt sich und die eigenen Gedanken ja sowieso immer mit, egal, wie weit man verreist. Das kennst Du sicher. Also, was soll ich sagen: Es geht mir persönlich sehr gut, ich erhole mich von zwei anstrengenden Jahren als (vorwiegend) Gastronomin und nehme die Dinge, wie sie sind:
Das israelische Magazin +972 räumt mal wieder mit der Mär vom „Waffenstillstand“ auf und erklärt, warum es so wenige unabhängige Quellen gibt, die aus Gaza berichten: weil möglichst viele Journalisten dort getötet werden, nach wie vor. Dass die geschätzte Zahl von 72.000 getöteten Palätinensern in Gaza ziemlich sicher weit unterschätzt ist, darauf deutet unter vielen anderen auch dieser Bericht hin, demzufolge Israel Waffen einsetzte, die durch Temperaturen von über 3.000 Grad Celsius zur Verdampfung von allem führten, auch von Menschen. Spurensuche zwecklos, Begräbnis überflüssig.
Da man gar nicht genug über all dies sprechen kann — ich meine wirklich alles, das Schöne und das Unerträgliche — gibt es heute jede Menge Termine, ganz meinem Leitspruch gemäß:
Manchmal sprachlos, niemals mundtot!
Bereits morgen geht es los mit derInternationalen Münchner Friedenskonferenz, die vom 13.-15. Februar unter dem Motto steht „Gegen den Strom der Gewalt“. Das Programm ist hochkarätig besetzt, u.a. mit Deborah Feldman und Shir Hever, die demnächst auch bei mir in Chemntz sein werden (dazu mehr weiter unten) sowie mit Fabian Scheidler. Anmeldung ist noch möglich unter www.friedenskonferenz.info.
Am Sonntag, den 22. Februar um 19 Uhr trete ich zusammen mit dem ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH Trio mit der musikalischen Erzählung Daheim entfremdet im FranzK in Reutlingen auf. Die Veranstaltung findet anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins „Flüchtlingskinder im Libanon e.V.“ statt, der u.a. die beeindruckende Nakba-Ausstellung ins Leben gerufen und damit einen großen Beitrag zum Verständnis des „Nahost-Konflikts“ aus palästinensischer Perspektive beigetragen hat.
Am Montag, den 23. Februar um 19 Uhr werde ich aus meinem Roman BEDUINENMILCH in Tübingen im „Lamm am Markt“ lesen. Infos und Karten gibt es über den Veranstalter Flüchtlingskinder im Libanon e.V.
Und hier schon mal eine Vorschau auf die große Gesprächsreihe bei uns im Café Julius in Chemnitz, bei der wir gemäß dem Titel „Tacheles“, das der Freistaat Sachsen dem „Jahr der jüdischen Kultur 2026“ verliehen hat, offen über spannene jüdische Themen sprechen werden.
Unsere Reihe heißt Tacheles-Gespräche auf dem Goldenen Sofa. An neun Donnerstag-Abenden werde ich jeweils um 19 Uhr mit neun jüdischen Persönlichkeiten im Café Julius in Chemnitz zu brennenden jüdischen Themen unserer Zeit sprechen. Am 26. März geht es los mit Eva Menasse, im April weiter mit Prof. em. Dr. Fanny-Michaela Reisin und Deborah Feldmann, dann besucht mich Dr. Shir Hever und Emily Dische-Becker im Juni und Prof. Dr. Susan Neiman im Mai. Nach einer Sommerpause geht es im September weiter mit Yona-Dvir Shalem und im November kommen schließlich Dr. Herbert Lappe und Candice Breitz aufs Goldene Sofa nach Chemnitz. Erste Infos dazu gibt es HIER und bald in einem meiner nächsten Briefe.
Herzlichst,
Hier ein paar Links:
Aljazeera: Wie bewaffnete Gaza-Gangs Israel unterstützen (online oder Instagram) Lemkin Institute zur Verhinderung von Genozid: Die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen bei der Aufrechterhaltung der deutschen Leugnung des Völkermords (Englisch oder Deutsch) Hanno Hauenstein in der FR: Wie Weinanbau Unrecht zementiert
Das Aida-Flüchtlingscamp bei unserem Besuch im Mai 2019; links im Hintergrund die Trennmauer; weiter links (nicht im Bild) der Fußballplatz
Dringend: ein Aufruf der Kinder des Aida-Lagers bei Bethlehem zusammen mit dem Aida-Jugendzentrum und Avaaz:
Wir schreiben aus dem Flüchtlingslager Aida in der Nähe von Bethlehem.
Unser Fußballplatz bedeutet uns alles. Hier trainieren wir, lachen und fühlen uns wie Kinder.
Auf diesem Platz können wir für einen Moment die Trennmauer, die Wachtürme, die Militärbasis und die Kontrollpunkte vergessen. Hunderte von Kindern und Jugendlichen kommen hierher, um mit der Aida Football Academy des Aida Youth Center zu trainieren. Es ist ein seltener Ort der Sicherheit inmitten wöchentlicher israelischer Militäreinsätze, bei denen oft Tränengas, Gummigeschosse und scharfe Munition zum Einsatz kommen.
Aber jetzt wollen uns die israelischen Behörden diesen Ort wegnehmen, und jeden Moment könnten Bulldozer kommen, um ihn zu zerstören.
Wir haben weniger als eine Woche Zeit – und Sie können helfen: Wenn Millionen von Menschen auf der ganzen Welt ihre Stimme erheben, werden Fußballfans, Spieler und Sportler folgen. Menschen wie Infantino (FIFA) und Čeferin (UEFA) werden dann nicht mehr wegsehen können. Wenn die Fußballwelt aufmerksam wird, hören die FIFA, die UEFA und die Regierungen zu.
Unterschreiben Sie jetzt und teilen Sie unseren Aufruf an Gianni Infantino und Aleksander Čeferin. Danke!
Dr. Abusrour, Leiter des Jugend- und Kulturzentrums im Aida-Flüchtlingslager, hält im Mai 2019 einen Vortrag für unsere Gruppe über die Entwicklung der Besatzung.
Hier habe ich palästinensische Jugendliche im März 2022 beim Fußballspielen in Ostjerusalem gefilmt…
Lass uns dieses Jahr mit Hoffnung, Zuversicht und Liebe beginnen (auch mit Satire, aber die kommt später). Dazu empfehle ich, ganz unbedingt und sofort diesen Film anzusehen:
Der Film erzählt über Maggie Doyne: Eine junge Frau, die nach ihrer Abiturreise durch Nepal entscheidet, dort zu bleiben und mit verwaisten Kindern eine Familie zu gründen. Auf dem Höhepunkt dieses gelungenen Abenteuers zerstört ein unvorstellbarer Verlust alles. Der Filmemacher vertieft an dieser Stelle die Geschichte zu einer Reflektion, einer Meditation über Trauer, Widerstandsfähigkeit und die Kraft der Liebe, die heilen kann.
Klingt kitschig? Mag sein. Aber es ist die wahre Geschichte dieser Frau, die mit mehr als 50 Waisenkindern eine Familie geschaffen hat, die ihresgleichen sucht. Mich hat der Film auch deswegen so angefasst, weil ich selbst als junges Mädchen gerne eine große Familie mit vielen Kindern aus aller Welt gegründet hätte. Mir schwebte ganz konkret eine Farm in Australien vor, wo ich mit einer bunten Schar verwaister Kinder ein glückliches Landleben führen wollte. Diesen Traum habe ich mir nie erfüllt; das hebe ich mir nun für ein späteres Leben auf.
Aber zurück zu Maggie Doyne. Die Auswirkungen, die das Handeln einer einzelnen Person haben kann — natürlich zusammen mit vielen Unterstützern und Partnern — hat mich tief beeindruckt. Dieses unmittelbare, scheinbar unpolitische, zutiefst menschliche Handeln berührt etwas in mir, als sähe ich einen Stein, der ins Wasser fällt und kleine Wellen in Bewegung bringt, die sich nach allen Seiten ausbreiten. Was werden diese fünfzig Kinder in die Welt tragen, wenn jedes von ihnen eine Welle an Liebe und Geborgenheit reitet? Wird es einen Sturm der allgemeinen Liebe und Zuversicht geben? Einen Tsunami des Wohlwollens, des Glücks und der liebenden Herzen? Ich wünsche es mir und uns allen so sehr. Schaut Euch den Film an! Man kann ihn die nächsten Tage zu einem selbsgewählten Preis, also auch kostenlos, streamen: https://www.betweenthemountainandthesky.com/watch
In Wirklichkeit ist das Handeln dieser Frau natürlich hoch politisch — ihr Glück ist es, dass sie die unmittelbare Wirkung ihres Handelns, die Transformation von Leid zu Freude, von Unglück zu Hoffnung immer wieder bei sich und bei jedem ihrer Kinder sehen kann. Darum beneide ich sie ein wenig. Mein Glück ist, dass ich die Kunst in ihren mannigfaltigen Facetten als Begleiterin habe.
Wie sonst könnte ich aushalten, dass Trump von seinem Kumpel Netanjahu — mittlerweile treten die beiden schon im Partnerlook auf —
als Friedensfürst gefeiert wird und den Israel-Preis erhält— die höchste Auszeichnung Israels für Israelis. Ähm… hä?! Ist Trump jetzt Israeli?? Währenddessen fallen in Gaza weiter Bomben, Kinder erfrieren und verhungern. Im besetzten Westjordanland morden und brandschatzen Siedler, unterstützt vom israelischen Militär, und machen nicht einmal Halt vor wehrlosen „palästinensischen“ Tieren, sondern prügeln sie mit grenzenlosem Hass zu Tode. Und Tausende Palästinenser, darunter Frauen und Kinder, werden ohne Anklage in israelischen Gefängnissen als Geiseln gehalten, gefoltert und kollektiv bestraft. Und dann der Israel-Preis… hmmm… vielleicht hat Trump den deswegen verdient, weil er — laut Haaretz — „von allen Menschen in Israel und vom ganzen jüdischen Volk geliebt wird“, wie der israelische Erziehungsminister Yoav Kisch dem Heilsbringer in einem ausgelassenen Telefonat mitteilte. Trump, der zuerst nur leicht irritiert auf die Nachricht der Preisverleihung reagierte (vermutlich hatte er noch nie etwas gehört vom Israel-Preis) fachsimpelte mit Kisch zunächst über die Vorzüge des F-16-Fighters, bevor er von sich gab, er sei „so thrilled“ („so begeistert“) gewesen, als seine Tochter Ivanka ihm mitgeteilt habe, sie wolle zum Judentum konvertieren, um Kushner zu heiraten. „Stimmt’s, Jared?“ fragte er seinen allgegenwärtigen Schwiegersohn. „Du warst sehr unterstützend“, antwortete der Kronprinz dem König. Und da sie nicht gestorben sind, treiben sie ihr Unwesen weiter. Ende.
Am Anfang dieses Briefes hatte ich Satire versprochen, aber ich merke, ich kann das nicht so gut. Ich will mich bemühen, nicht zynisch zu werden, denn schließlich will auch ich Hoffnung und Zuversicht verbreiten. Meine Mittel sind beschränkt, mein Einfluss gering, meine Wirkung marginal. Und doch glaube ich daran, dass jede und jeder Einzelne von uns eine Veränderung zum Guten bewirken kann, getreu dem Motto von Mahatma Ghandi:
Du und ich, wir können einen Beitrag leisten, um die Welt gerechter zu machen: indem wir Briefe schreiben, protestieren, unsere Stimme erheben, freundlich sind! Lieder singen, tanzen, miteinander ins Gespräch kommen, mit Andersdenkenden diskutieren — und dabei freundlich bleiben! — in jeder Lebenssituation Respekt zeigen, zu unseren Werten stehen, unsere Überzeugungen leben und auch immer wieder hinterfragen — und freundlich sind. Indem wir eigene Projekte starten oder auch Geld spenden. In den letzten Tagen gab es zahllose Spendenaufrufe. Das Kinderprojekt von Maggie Doyle in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, kann man ebenso unterstützen wie
z.B. medico international oder eine der anderen 37 deutschen oder internationalen Hilfsorganisationen, denen Israel am 30.12.25 den Einatz in Gaza mit sofortiger Wirkung unterbunden hat (Link hier links).
Das ist leider keine Satire, sondern bitterer Ernst. Es ist vorsätzliche unterlassene Hilfeleistung — nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen.
Dies ist nur eine von vielen völkerrechtswidrigen Schachzügen, die sich die Netanjahu-Regierung mit ihren faschistischen Ministern einfallen lässt, um das Leid der Palästinenser zu mehren — in der Hoffnung, sie ließen sich dadurch leichter „freiwillig“ vertreiben. Das klingt zu radikal? Ist aber O-Ton in israelischen Medien. Darüber müssen wir sprechen, auch und gerade in Deutschland. Denn Deutschland ist der wichtigste Unterstützer der israelischen Regierung, teils wider besseren Wissens. In Deutschland erträgt man es aber nicht, „schlecht“ über Israel zu sprechen, wegen der „Last der Solidarität“. Wer das verstehen will, höre sich die viereinhalb Minuten hier an:
Im politischen Feuilleton des Deutschlandfunk-Podcasts vom 30. Dezember 25 bringt der deutsch-israelische Politologe David Ranan das deutsche Dilemma auf den Punkt: Die Last der Solidarität.
Gerne würde ich noch viel mehr Hintergrundinformationen zu Israel und Palästina mit Dir teilen. Doch leider bin ich nicht in der Lage, in meinen Briefen zeitnah auf all die Themen einzugehen, die aktuell sind und Verbreitung verdienen. Aber auf Instagram bin ich fast täglich aktiv, teile und poste Informationen und kann dort viel schneller reagieren. Ich weiß, dass viele meiner Leserinnen und Leser nicht gerade Social-Media-affin sind, und auch ich musste da so manche Hürde überwinden. Aber mit Instagram komme ich mittlerweile gut klar, und die Aktualität und Geschwindigkeit, mit der dort Austausch und Vernetzung stattfinden kann, lässt mich die vielen „Abers“ verknusen. Kurz: Ich freue mich, wenn Du mir auf Instagram folgst! Du findest mich dort unter nirit_sommerfeld (oder: https://www.instagram.com/nirit_sommerfeld)
An dieser Stelle möchte ich mich bei Dir bedanken: für Dein Interesse an meiner Arbeit; für Deine Geduld, wenn ich lange nichts von mir hören lasse; für Dein freundliches und kritisches Feedback. Und wenn Du ein Steady-Mitglied bist: Herzlichen Dank für Deine finanzielle Unterstützung meiner Briefe! Sie bedeutet mir viel. Für Dich habe ich heute noch ein kleines Extra.
Du kennst noch nicht Steady? Hier auf Briefe-von-Nirit kannst Du mehr darüber erfahren, meine Arbeit unterstützen und Steady-Mitglied werden!
Mit herzlichen Grüßen und friedvollen Wünschen für das Neue Jahr,
Lange habe ich gezögert, Dir zu schreiben, denn ich bin hin- und hergerissen zwischen wunderbaren guten Neuigkeiten (sie betreffen mich persönlich) und weniger erfreulichen Nachrichten (die nicht wirkich neu sind in der politischen Welt, in der ich mich bewege, sondern eher eine Fortsetzung von Altbekanntem in neuem Gewand); beides will ich gleichermaßen mit Dir teilen. Da Du Dich gerne mit mir freust, wie ich schon häufig erfahren durfte, und wir uns vielleicht sogar demnächst persönlich begegnen, will ich mal mit dem Erfreulichen beginnen. Hier kommen also erst mal Tipps und Termine und anschließend Lesenswertes zu Israel-Palästina.
Letzten Samstag war ich zu Gast in einer der letzten Live-Radio-Gesprächs-Sendungen, die es im Öffentlich-Rechtlichen noch gibt, „MDR Kultur trifft…“, die Du hier (oder durch Klick aufs Bild) nachhören kannst.
Ich hatte dabei das Glück, das Gespräch mit der tollen Moderatorin Karoline Knappe zu führen, die im September bereits diesen 7-minütigen Beitrag mit mir zu meinem Buch Beduinenmilch für swr2 gemacht hat:
Mein Roman Beduinenmilch ist — nachdem die erste Auflage schnell vergriffen war — nun in zweiter Auflage erschienen und wieder in allen Buchhandlungen erhältlich. Hier die Termine meiner nächsten Lesungen:
…und am letzten Tag im November ein Highlight: Das Café Julius zu Gast im Meta-Theater Moosach mit literarischen, musikalischen und kulinarischen Köstlichkeiten — ein sächsisch-bayerisch-levantinisches Multi-Kulti-Ereignis mit dem ORCHESTER SHLOMO GEISTREICH, Beduinenmilch und Baklava Sonntag, 30. November, 18 Uhr: Moosach bei Grafing Meta-Theater, Osteranger 8 Karten an der Abendkasse: 18,00 € / erm. 15,00 € | info@meta-theater.com
Für alle Freundinnen und Freunde aus Chemnitz: Am Donnerstag, den 13. Oktober, 18.15 Uhr, findet wieder eine spannende Lesung im Café Julius statt: Ruben Schenzle erzählt über Zusammenhänge von Shoa, Nakba und Holocaust aus seinem Buch Fiktive Grenzverletzungen
Einen besseren Übergang zum nächsten Thema hätte ich nicht erfinden können: Ausgerechnet am 9. November, dem Gedenktag an die sogenannte „Reichskristallnacht“ — ich finde diese Bezeichnung für den Horror dieses Ereignisses nach wie vor stärker, weil emotionaler als das mittlerweile etablierte, sachliche „Reichspogromnacht“ — am letzten Sonntag jedenfalls wurde der US-amerikanische jüdische Faschismus-Experte Jason Stanley aus der Frankfurter Synagoge hinausgeworfen, nachdem man ihn zuvor eingeladen hatte, weil er „mit großer Klarheit für Demokratie, Verantwortung und Menschlichkeit“ einstehe, wie der Gemeindevorsitzende betonte. Hier ein hervorragender Artikel dazu in der Frankfurter Rundschau. Er beleuchtet und erklärt das Prinzip hinter all diesen Ausladungen und zeigt, warum gerade das Antisemitismus befördert.
Zum „Frieden“ in Gaza / Palästina /Israel ……. — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —— — — — — — — — — — — — — —— — — — — — — — — — — — — — fehlen mir die Worte. In Gaza kommen manche wieder zum Atmen, obwohl die Waffenruhe ständig durch Israel gebrochen wird und seither weit über 100 Menschen getötet wurden. Hunger, Mangel an allem und vor allem totale Verwüstung bestimmen immer noch das Leben in Gaza, während Netanjahu, Trump samt Schwiegersohn Kushner und Konsorten sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und zynisch über die Köpfe von über 2 Millionen Gazanern hinweg eine „Riviera“ planen, als gäb’s kein gestern. Heil Kapitalismus! Heil Kolonialismus! Heil den Reichen, Mächtigen und Korrupten! Haaretz berichtet, dass Schutt und Müll aus Israel, der nahe der Grenze zu Gaza durch z.B. mobile Militärbasen liegengeblieben ist, durch eine private Entsorgungsfirma mit Lastwagen ein paar Hundert Meter über die Grenze nach Gaza gebracht worden und dort zu riesigen Haufen abgeladen worden sei — angeblich auf Geheiß der Regierung. Geht’s noch zynischer?! Ich frage mich, wann die breite Masse Mensch aufhört, diesen offensichtlichen Verbrechern zu huldigen und sich gegen dieses Unrecht erhebt.
Auch im besetzten Westjordanland sehe ich tagtäglich die grausamsten Bilder von Gewalt, meist brutale, gnadenlose Schlägertrupps junger israelischer Siedler, die auf unbewaffnete palästinensische Bauern, Frauen, Alte, Kinder eindreschen. Manchmal erwischt es auch israelische oder internationale Unterstützer, die vor Ort sind, um die Palästinenser bei der Ernte zu schützen. Diese Siedlerterroristen schrecken vor nichts zurück: Sie zünden Häuser und Autos an, in denen Palästinenser sitzen, legen Feuer in Ställen, in denen Schafe und Ziegen elendiglich verenden, zerstören Olivenbäume, stehlen Vieh und anderes Eigentum, wenn sie es nicht zerstören. Dabei werden sie von israelischen Soldaten bewacht! Die stehen daneben, tun nichts, lachen.
Von den vielen Berichten, Videos und Kommentaren zur Situation der Palästinenser, die ich täglich sammle, finden sich viele in der soeben erschienenen Sonder-Publikation Gaza November 2025 des Newsletters „Sand im Getriebe“ von Attac. Dort gibt es Links zu Dutzenden Quellen, zu Videos, sowie Texte von Michael Lüders, Interviews mit Mustafa Barghouti, Francesca Albanese und Amira Hass und Artikel von vielen anderen Experten wie BIP und Betroffenen.
Trotzdem oder gerade drum: Alles Gute! Kopf hoch! Es gibt Wunder.
Das Café Julius wurde am 3. Oktober 2024 eröffnet — mit zahlreichen Helferinnen und Helfern aus nah und fern, nach einer unglaublich kurzen Vorbereitungszeit (ganz genau 23 Stunden hatten wir in der Küche Zeit nach der Installation aller Geräte), mit einer Kaffeemaschine, die nach zwei Stunden ihren Geist aufgab, mit Snacks und Gebäck, das wir in wenigen Stunden mit einem tollen, motiviertem Team zauberten — und vor allem mit einem großen Ansturm interessierter, wohlwollender Gäste, die geduldig teils über eine dreiviertel Stunde an der Theke Schlange standen, um mit uns Einstand zu feiern. Hier ein paar Eindrücke von der Eröffnung des Café Julius am 3. Oktober 2024:
Am morgigen Donnerstag, den 2. Oktober, wollen wir den 1. Geburtstag des Café Julius mit Euch feiern. Wir schließen ausnahmsweise erst um 21.30 Uhr, es gibt Snacks und Drinks, Chris legt Musik auf… und Du bist herzlich eingeladen, mit uns zu feiern! An allen weiteren Donnerstagen ist auch immer was los im Julius: Konzerte, Lesungen, Vorträge… ein Blick auf unsere Wesite lohnt immer!
Im SWR-Literatur-Magazin lesenswert wird meinem Roman BEDUINENMILCH ein 7-minütiger Hörfunk-Beitrag gewidmet. Und hier gibt es eine aktuelle Rezension zu BEDUINENMILCH von Buch-Haltung.com.
Kommende Woche darf ich am 6. Oktober, 19.30 h, BEDUINENMILCH beim Sukkot-Festival, einem großen Laubhüttenfest-Event in Mittweida, zusammen mit Alena Jabarin und ihrem Buch „Der letzte Himmel“ präsentieren. Am 7. Oktober, 17.30 h, sitzen wir beide zusammen mit Dr. Andreas Brämer auf dem Podium und diskutieren, moderiert von Prof. Christoph Meyer von der IKKS Hochschule Mittweida, über Wege aus der Gewalt. Zu allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.
Am 9. Oktober koche ich in einem Kochworkshop zusammen mit einigen Interessierten im Rahmen des Chemnitzer Sukkot-Festivals für rund 100 Besucherinnen und Besucher der Sukka ein paar levantinische Speisen.
Möge Sukkot, das Laubhüttenfest, das Fest der Freude und des Erntedanks, auch jenen Freude bringen, die unterdrückt und verfolgt werden; möge es jenen die Augen öffnen, die immer noch Israels Genozid an den Palästinensern als Selbstverteidigung rechtfertigen; möge die Mehrheit der Menschen, die in Frieden und Gerechtigkeit leben wollen, aufstehen und sich den vielen, vielen Menschen anschließen, die weltweit und letztes Wochenende auch in Berlin (100.000!) auf die Straße gegangen sind und genau dies fordern:
Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit für ALLE Menschen auf unserem Planeten! NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS! NIE WIEDER GEGEN NIEMANDEN!