Videos der Tacheles-Gespräche jetzt online

Liebe Brieffreundin, lieber Brieffreund,

endlich ist es auch Dir möglich, an den Tacheles-Gesprächen auf dem Goldenen Sofa in Chemnitz teilzuhaben, auch wenn Du weit weg wohnst und nicht live dabei sein kannst.

Das erste Gespräch mit Eva Menasse ist bereits seit einigen Tagen online, der zweite Tacheles-Talk mit Prof. em. Dr. Fanny-Michaela Reisin kann ab sofort angesehen werden.

Das dritte Gespräch mit Deborah Feldman, das am vergangenen Donnerstag stattfand, ist noch in der Nachbearbeitung, kann aber demnächst auf dem selben YouTube-Kanal gefunden werden, den wir eigens dafür eingerichtet haben und auf dem wir hoffentlich noch viele Tacheles-Videos veröffentlich werden. Da unser schönes Sofa im Café Julius steht und diese Gesprächsreihe dort stattfindet, haben wir den Kanal so genannt und Du findest ihn hier:
www.youtube.com/@CafeJulius.
Dort stehen die Videos ab sofort kostenfrei zur Verfügung.

Vielleichst hast auch Du schon die Gesprächsreihe und unsere Crowdfunding-Kampagne finanziell unterstützt — dafür an dieser Stelle einen ganz großen Dank! Einen Teil des Geldes stecken wir nämlich in die professionelle Aufzeichnung und Produktion der Videos, die bei jedem der Gespräche aufgenommen und anschließend ungekürzt geschnitten werden, um sie öffentlich zugänglich zu machen.

Noch einmal: Das wird nur möglich Dank Deiner, Danke Eurer Unterstützung. Noch haben wir unser Spendenziel nicht ganz erreicht, aber wenn Ihr Euren Freunden, Nachbarn, Omis oder Enkeln davon erzählt und diesen Link zur Spendenkampagne weiterleitet, dann schaffen wir es, auch noch die nächsten sechs Gespräche in dieser Form durchzuführen und anschließend öffentlich und kostenfrei als Videos zur Verfügung zu stellen.

Notwendig wurde die Sammelaktion, weil uns Fördergelder entzogen wurden, die zwei Monate zuvor per Bescheid bewilligt worden waren. Die fadenscheinige Begründung: Ein Formfehler. In Wahrheit hatte die fördernde Kulturstiftung von einigen wenigen Akteuren Druck bekommen, dem sie nicht klar und begründet widerstanden hat. Haupt-„Anklage“ war, dass Fanny-Michaela Reisin, Shir Hever und ich mit dem Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ assoziiert sind. Dieser sei laut Verfassungsschutzbericht von 2024 „gesichert extremistisch“. Am 27. April 2026 urteilte das Berliner Verwaltungsgericht, dass die „Jüdische Stimme“ nicht als gesichert extremistisch genannt werden darf. Die im Juni 2025 veröffentlichte Nennung muss also gestrichen werden.
Ob da wohl eine Entschuldigung kommt? Oder der Rücknahmebescheid wieder rückgängig gemacht wird? Das darf bezweifelt werden.

Das nächste Tacheles-Gespräch findet nicht, wie ursprünglich geplant, am 14. Mai mit Prof. Dr. Susan Neiman statt — diese Veranstaltung mussten wir auf den 27. August verlegen. Das nächste Mal sitze ich also mit Dr. Shir Hever am 4. Juni auf dem Goldenen Sofa und spreche mit ihm Tacheles über Schuldgefühle und Verantwortung aus jüdischer Perspektive und über die Frage, warum der Völkermord in Gaza nicht nur die Zukunft des Staates Israel, sondern die Zukunft des jüdischen Volkes gefährdet. Hier der aktuelle Flyer mit allen Terminen und Infos:

Ich freue mich auf ein Wiedersehen — mit einigen Berlinern vielleicht sogar heute, 14 Uhr in der Amerika-Gedenkbibliothek, zur Lesung aus BEDUINENMILCH mit Dialog… bis gleich!

Screenshot

Herzlichst,